Einmal mehr wurde die Internationale ADAC-Zuverlässigkeitsfahrt Streitberg - "Fränkische Schweiz" ihrem ausgezeichneten Ruf vollauf gerecht! Nicht nur die drei, sehr abwechslungsreich gesteckten Sonderprüfungen zauberten den Teilnehmern ein breites Grinsen ins Gesicht, sondern auch die vielen anspruchsvollen Strecken-Highlights auf dem rund 65 Kilometer langen Kurs. Der veranstaltende MSC Fränkische Schweiz e.V. im ADAC mit all seinen Helfern hat erneut ganze Arbeit geleistet, um den Fahrern und Fahrerinnen eine unvergessene Geländefahrt zu bieten!


Bei der Bilderbuch-Geländefahrt im fränkischen Streitberg sicherten sich Andreas Beier (E1), Davide von Zitzewitz (E2), Dennis Schröter (E3) und Jan Allers (Junioren), allesamt mit einem Klassensieg, bereits vorzeitig die Meisterschaft in ihrer jeweiligen Kategorie! Schnellster des heutigen Tages wurde Davide von Zitzewitz, der sich einen packenden Zweikampf mit Marco Neubert um die Spitzenposition lieferte.
Tagessdritter wurde Dennis Schröter, der bereits im ersten Test eine Kollision mit einem Baum zu verdauen hatte.

 

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DEM Streitberg 2016 - Klassen-Titel bereits vorzeitig vergeben!


Internationale Deutsche Enduro Meisterschaft

Der Tagessieg ging an Davide von Zitzewitz, der sich einen packenden Zweikampf mit Marco Neubert um die Spitzenposition lieferte. Zwischenzeitlich lagen die beiden Kampfhähne innerhalb von nur einer Sekunde! Am Ende setzte der Norddeutsche noch einmal alles auf eine Karte und fuhr die entscheidenden Sekunden auf seinen Kontrahenten heraus. "Es war wirklich unheimlich eng zwischen Marco und mir, richtig nervenaufreibend", gab der Tagessieger Davide von Zitzewitz offen zu. "Ich habe am Schluss noch einmal alles gegeben, bin richtig aggressiv gefahren, was ich sonst eher selten tue. Aber es hat sich ausgezahlt. Ich bin sehr glücklich über dieses Resultat und das ich bereits vorzeitig Meister werden konnte."

Marco Neubert hingegen konnte sich, trotz seiner Top-Platzierung, nicht so recht freuen. "Um ehrlich zu sein, ich bin heute nicht zufrieden. Ich hätte es heute in der Hand gehabt, endlich einmal ganz oben zu stehen. Doch Davide fuhr am Ende noch einmal unfassbare Zeiten", staunte der KTM-Fahrer über den Schlussspurt seines Markenkollegen. "Dennoch war es ein sehr schöner Zweikampf, der mir viel Spaß gemacht hat. Und zumindest habe ich es heute geschafft, einmal Dennis zu schlagen. Das ist ja auch schon mal was", schmunzelte Marco Neubert.

Die Top Drei komplettierte Dennis Schröter, der im ersten Test des Tages eine schmerzhafte Begegnung mit einem Baum hatte. Doch da war er an diesem Tag nicht der Einzige.

Klasse E1

Auch Andreas Beier kam so einem hölzernen Riese etwas zu nahe. "Heut morgen habe ich im ersten Test eine andere Spur erwischt, als die, die ich mir am Vortag angesehen habe und schon war es passiert", winkte der Husqvarna-Fahrer ab, der den Baum in diesem Moment einfach nicht gesehen hatte. "Ich bin mit der Schulter hängengeblieben. Dabei hat es mich seitlich weggedreht und ich bin mit dem Kopf angeschlagen. Danach sah ich erst einmal Sternlein." Dennoch biss sich Andi Beier weiter durch den Tag, gewann die Klasse und damit auch vorzeitig den Titel in der DEM-E1-Klassenwertung!


Zweiter wurde einmal mehr Jonathan Rosse, der einen komplett fehlerfreien Tag erwischte. "Ich bin heute nicht ein einziges Mal gecrasht und das kommt bei mir sehr selten vor", freute sich der Yamaha-Fahrer. Dritter, hinter dem Schweizer, wurde Tilman Krause, der endlich seinen ersten DEM-Podiumsplatz erkämpfte. "Es ist großartig, dass es endlich geklappt hat. Und das noch bei einer Hartboden-Veranstaltung, wirklich Wahnsinn. Zwischenzeitlich hatte ich schon wieder etwas Bedenken. Doch im vorletzten Test war ich, trotz Sturz, nur eine Sekunde langsamer als Tim, das gab mir noch einmal richtig Auftrieb. In der letzten Prüfung habe ich dann noch einmal alles geben und konnte ihm sieben Sekunden abnehmen", strahlte der KTM-Fahrer.

Vierter wurde Tim Apolle, der etwas enttäuscht meinte, er habe es am Ende selbst vergeigt: "Eigentlich bin ich fehlerlos geblieben, aber ich war eben einfach zu langsam." Starker Fünfter wurde Patrick Strelow vor Yannik Spachmüller.

Klasse E2

Wie bereits eingangs erwähnt, kämpften Davide von Zitzewtiz und Marco Neubert von Beginn an um die Spitze. Von Zitzewitz hatte letztlich das bessere Ende für sich und konnte so bereits vorzeitig die E2-Klassenwertung in der Deutschen Enduro Meisterschaft für sich entscheiden. Doch auch hinter dem Duo ging es nicht minder spannend zur Sache.

Den ganzen Tag über lag Marcus Kehr auf Rang drei. Der mehrfache Deutsche Enduro Meister bestritt erstmals seit "Rund um Zschopau" 2014 wieder einen DEM-Lauf. Allerdings stürzte der Sherco-Fahrer in der achten, von insgesamt zehn Sonderprüfungen und verlor dabei viel Zeit. Auch in der letzten Prüfung kam er nochmals zu Sturz. Das war leider zu viel des Guten. "Schade", bedauerte Kehr, "der dritte Platz wäre durchaus drin gewesen. Aber ich habe schon gemerkt, wie die Konzentration am Ende etwas nachließ. Da merkt man eben doch, dass man schon eine Weile aus dem Wettkampf-Modus raus ist." Den dritten Platz "erbte" so Nick Emmrich. "Ich hatte es erst durch einen Anruf erfahren, dass ich zur Siegerehrung erscheinen sollte. Das war vielleicht eine Überraschung, damit hatte ich eigentlich überhaupt nicht gerechnet", lachte der Husqvarna-Fahrer.


Tagesfünfter wurde Paul Roßbach, der in einer Woche für die deutsche Trophy die Six Days bestreiten wird. Auf den Rängen sechs und sieben folgten die zwei Erzgebirgler Bruno Wächtler und Kenny Lötzsch.

Klasse E3

Für Dennis Schröter begann der Tag alles andere als optimal. Der Husqvarna-Fahrer machte gleich Bekanntschaft mit einem der unzähligen Bäume im ersten Test. "Das war wirklich ein blöder Fehler, der mich richtig Zeit gekostet hat. Im Großen und Ganzen bin ich heute nicht ganz zufrieden, trotz E3-Klassensieg und Meistertitel. Mich wurmt es etwas, das es in der Gesamt-Wertung nur zum dritten Tagesrang gereicht hat", so der ehrgeizige E3-Klassensieger.

Zweiter wurde Christian Weiß. Eine lange Durststrecke ging damit endlich zu Ende. "Es ist mein erstes Podium in diesem Jahr", freute sich der KTM-Fahrer, der noch immer an einer Entzündung in der Schulter laboriert. "Ich habe Schmerzmittel genommen, da war es auszuhalten. Allerdings bin ich auf der Etappe gleich dreimal ordentlich zu Sturz gekommen. Einmal davon hat es mich sogar richtig überschlagen. Unglücklicherweise bin ich dabei wieder auf die verletzte Schulter gefallen. Ich denke, morgen wird es kein spaßiger Tag", so Christian Weiß augenzwinkernd.

Das Podium komplettierte Jan Schäfer, der im zweiten Test Teile einer Fangnetz-Absperrung aufsammelte. "Da bin ich an einer spitzen Kehre etwas zu weit rausgekommen und schon hatte ich das ganze Zeugs im Hinterrad. Ich dachte schon, damit ist für heute alles vorbei. Doch irgendwie ging es noch vorwärts und ich konnte mich ins Ziel der Sonderprüfung retten", atmete Jan Schäfer tief durch, der vor allem in SP eins und drei immer glänzen konnte. Vierter wurde Björn Feldt, der damit erstmals in diesem Jahr die Top drei verpasste. "Eigentlich hatte ich ein gutes Gefühl, doch leider sagten die Zeiten etwas anderes", zeigte sich der KTM-Fahrer leicht verwundert. Rang fünf belegte Mark Risse vor den beiden, eigentlich als Sand-Spezialisten bekannten, Nico Rambow und Gerrit Helbig.

Junioren

"Was für ein Wahnsinnsgefühl! Ich bin wirklich überwältigt. Es war ein super Tag, der hätte nicht besser laufen können", jubelte Jan Allers, der mit einem weiteren Tagessieg seinen Titel in der DMSB Junioren Enduro Meisterschaft bereits vorzeitig perfekt machen konnte! Tageszweiter wurde Lukas Streichbier vor Felix Martin.